Denkmalschutz in Kamen

Historische Gebäude tragen wesentlich zur Identität und Attraktivität einer Stadt bei. Daher hält die Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Kamen die Aussagen der Ortsheimatpfleger im Wesentlichen  für zutreffend und unterstützenswert.

In den vergangenen Wochen wurde in Kamen viel über Traditionspflege und wo unsere Wurzeln liegen diskutiert. Dabei wird nur allzu leicht vergessen, dass in der langen Geschichte Kamens, die weit ins Mittelalter zurück reicht, der Bergbau doch lediglich ein kleines Zeitfenster von 100 Jahren ausmacht. Auch wenn viele Menschen in unserer Stadt ihre Wurzeln dort haben, sollte man auch die lange Zeitspanne davor nicht außer acht lassen.

Es sind in der Zeit seit dem 2. Weltkrieg tatsächlich viele Gebäude und ganze historische Stadtquartiere verschiedenen Modernisierungswellen zum Opfer gefallen. Das entsprach zwar unter anderem dem Zeitgeist, ist aber auch einem mangeldem Bewusstsein der Handelnden für die Zeit vor dem Bergbau geschuldet.

Aus Sicht der Grünen sollte mit den noch vorhandenen historischen Gebäuden, Straßenzügen und Plätzen in Zukunft behutsamer umgegangen werden. Sollte das nur durch die Ausweisung von Denkmalbereichen zu erreichen sein, werden wir dieses unterstützen. In dem Zuge sind aber noch weitere städtebauliche Instrumente zu prüfen.

Im Wesentlichen halten wir aber eine breite Beteiligung im Zusammenspiel zwischen Bürger*innen, Planer*innen, Architekt*innen, Eigentümer*innen sowie Politik und Verwaltung für zwingend erforderlich, damit Planungsfehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden. Fehlentwicklungen gegen den Willen der Bürger*innen können hierdurch minimiert werden. Zudem trägt ein lebendiges, historisches Stadtbild, das von einer breiten Öffentlichkeit getragen wird, zu einer Attraktivitätssteigerung unserer Stadt bei.

Mit freundlichen Grüßen

Anke Dörlemann (Fraktionsvorsitzende)

Foto: Michael Brauckmann

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