„Dimi-Effekt“ nicht zwingend pro SPD

Wir Grünen in Kamen bedauern es sehr, dass sich die Wähler*innen in Schwerte gegen den GRÜNEN Kandidaten Adrian Mork entschieden haben. Die Wahl wäre ein wichtiges Signal für mehr GRÜNE Politik in ganz Nordrhein-Westfalen gewesen. Aber leider hat sich der SPD-Kandidat Dimitrios Axourgos mit deutlicher Mehrheit durchgesetzt.

Obwohl, ähnlich wie unsere gemeinsame Kandidatin Tanja Brückel in Kamen, Adrian Mork durch ein Jamaika-Bündnis unterstützt wurde, sind die Voraussetzungen beider Wahlen grundverschieden. Und zwar so unterschiedlich, dass bei genauerem Hinsehen das Wahlergebnis eher der heimischen Sozialdemokratie schlaflose Nächte bereiten sollte.

Mit Dimitrios Axourgos hat der Kandidat die Wahl gewonnen, der bisher mit keiner Verwaltungserfahrung aufwarten konnte. In Schwerte wurde die Wahl gegen den Mainstream des Rathauses gewonnen. Offenbar ist Verwaltungserfahrung bei der Entscheidung der Wähler*innen überhaupt nicht ausschlaggebend. Vielmehr ist relevant, welchem Kandidaten die Bürger*innen eher zutrauen, die Stadt zukünftig auf einen guten Weg zu führen.

Hinzu kommt noch die Tatsache, dass wir in Kamen mit Tanja Brückel eine Kandidatin haben, die sich unabhängig von jedweder Parteienklientel bewirbt. Wir erwarten von unserer Kandidatin, dass sie in Zukunft auch insbesondere die Kamener Sozialdemokratie als Mehrheitspartei im Rat der Stadt in Entscheidungsprozesse einbindet und mitnimmt. Sie soll aber zukünftig ein unabhängigeres Rathaus führen, dass nicht nur eine Meinung zur Entscheidungsfindung hinzuzieht.

Mit freundlichen Grüßen

Manuela Laßen (Sprecherin)

Andreas Dörlemann (Sprecher)

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