Eiertanz im Ratssaal

Unser Antrag zur Ausrufung des Klimanotstands ist im Rat der Stadt Kamen in wesentlichen Punkten gescheitert. Die Fraktionen von SPD und CDU haben zwar den Klimanotstand anerkannt, konsequentes Handeln vermissen wir aber weiterhin. Die wesentliche Intention der Resolution, dass die Stadt Kamen sich verpflichtet, sämtliche zukünftige Entscheidungen auf ihre Klimatauglichkeit hin zu überprüfen, wurde abgelehnt.

Klimaschutz ist daher auch weiterhin nicht auf der Prioritätenliste und es bleibt bei bloßen Lippenbekenntnissen. SPD und CDU behaupten, dass im Zweifel Arbeitsplätze und Wirtschaftlichkeit Vorrang haben müssen. Die Folgeschäden des Klimawandels werden dabei konsequent ausgeblendet. Dabei sind gerade Investitionen in den Klimaschutz Investitionen in Kamens Zukunft. Sie schaffen und erhalten zumeist hochwertige Arbeitsplätze, die auch unserer Stadt zu Gute kommen.

Die Folgekosten des Klimawandels werden auch in Kamen immens sein. Das betrifft nicht nur zukünftige Investitionen in die konkrete Klimaanpassung. Die Klimakrise wird auch global enorme Flüchtlingsströme auslösen, deren Folgekosten kaum zu beziffern sind. Die Kosten der vergangenen Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen werden dagegen wie ein Taschengeld wirken.

Die Ausblendung eigener Verantwortung für das Wohl aller ist nicht unsere Art von Politik. Daher haben wir auch der Abschwächung unserer Ratsresolution nicht mehrheitlich zugestimmt.

Wir GRÜNEN werden weiter für die Umsetzung einer nachhaltigen Klimapolitik streiten. SPD und CDU haben in der vergangenen Ratssitzung bewiesen, dass sie daran nicht interessiert sind.

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