Hambacher Forst: GRÜNE fordern Rodungsmoratorium

Wir als GRÜNE in der Stadt Kamen fordern RWE auf, einem Rodungsmoratorium für den Hambacher Forst bis zum Ende der Verhandlungen der Kohlekommission zuzustimmen und dadurch zu einer Deeskalation der Lage beizutragen.

Während in Berlin zurzeit die „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ über das Ende der Kohleverstromung in Deutschland und die Gestaltung des damit einhergehenden Strukturwandels in den betroffenen Regionen berät, droht im Hambacher Forst der Konflikt um die bevorstehende Rodung zu eskalieren.

Jetzt kann man sich fragen, was wir in Kamen denn mit dem Hambacher Forst zu tun haben. Wir GRÜNEN sind der Überzeugung: Eine Menge!

Die RWE-Braunkohlekraftwerke im Rheinland sind laut des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) für 13% der gesamten bundesdeutschen CO2-Belastung verantwortlich. Ein jahrelanger Weiterbetrieb würde alle Klimaschutzbemühungen auch in unserer Stadt nachhaltig unterwandern. Zudem ist auch der Kohleanteil des Stroms der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bergkamen-Bönen immer noch viel zu hoch. In den ausgewiesenen 29% Anteil am Strommix 2017 steckt auch jede Menge RWE-Braunkohlestrom.

Wir GRÜNEN in Kamen unterstützen daher den friedlichen Protest gegen die Rodungen im Hambacher Forst. Gleichzeitig verurteilen wir jeglichen Einsatz von Gewalt und rufen daher alle Unterstützer*innen dazu auf, sich ebenfalls klar davon zu distanzieren. Wir fordern die RWE AG dazu auf, deeskalierend auf den Konflikt um den Hambacher Forst einzuwirken, um einen Kohleausstieg mit einem breit getragenen Konsens nicht zu gefährden und daher auf eine Rodung mindestens bis zum Abschluss der Arbeit der Kohlekommission zu verzichten.

Mit freundlichen Grüßen

Manuela Laßen (Sprecherin)

Andreas Dörlemann (Sprecher)

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