Körnerenaturierung und Radwege

In unserer Fraktionssitzung am 31.05. haben wir dieses Thema ausführlich diskutiert.

Fakt ist, dass eine gutachterliche Untersuchung vereinbart worden ist, um die Flora und Fauna in dem einzigen nicht unmittelbar von öffentlichen Wegen begleiteten Körneabschnitt zu untersuchen. Die Fraktion BÜNDNIS´90 / DIE GRÜNEN ist der Meinung, dass zuerst die Ergebnisse abzuwarten sind, bevor man neuerlich die Forderung nach einer Öffnung als Rad- und Fußweg fordert?

Fakt ist, dass es zwei parallele Feldwege in wenigen Hundert Meter Entfernung gibt, die den Erholungssuchenden bereits zur Verfügung stehen. Die Vergleiche einer Einzäunung des Beverseegebietes oder Kurler Busches sind hanebüchen. Dort gibt es auch nur Rundwege, die ökologisch wertvolle Bereiche höchstens punktuell tangieren (z.B. Uferbereiche am Beversee), große Gebietsteile sind dort nicht zugänglich.

Fakt ist zudem, dass der notwendige Ausbau eines weiteren Weges mit öffentlichen Mitteln finanziert werden müsste. Man muss sich heute ernsthaft die Frage stellen, ob in der aktuellen Finanzsituation der öffentlichen Haushalte so eine Ausgabe überhaupt noch vertretbar ist – auch wenn die Stadt Kamen nur mittelbar über die Lippeverbandsumlage betroffen wäre. Wir halten das für Geldverschwendung – gerade weil es nicht um eine wichtige Wegeverbindung, sondern eher um die Befriedigung potenzieller Wähler geht, denen Naturschutz weniger wichtig ist.

Auch diese Argumente sollten vor einer abschließenden Entscheidung berücksichtigt werden.

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