Sparen bei der VHS

Wir GRÜNEN haben in der VHS- Zweckverbandsammlung sehr deutlich gemacht, dass wir den Vorschlägen der GPA- Untersuchung nicht folgen werden.

Die starke Beitragserhöhung, in manchen Bereichen mehr als 50%, halten wir für kontraproduktiv. Wir befürchten, dass mit dieser Maßnahme nicht wie gewünscht Einsparungen erzielt werden, sondern dass die VHS starke Mindereinnahmen haben wird.

Die moderaten Erhöhungen in den letzten Jahren haben bereits zu einem deutlichen Teilnehmerschwund geführt. Dieser erneute Griff in die Tasche der Teilnehmer wird für viele nicht mehr nachvollziehbar sein, besonders in den Bereichen, wo es Möglichkeiten gibt, auch an anderen Stellen an ähnlichen Kursen teilzunehmen.

Dass nun die Verteilung der Kurshefte eingestellt wird, ist nur dann nachvollziehbar, wenn man parallel andere Marketingstrategien beginnt!
Man gewinnt und hält keine Kunden, indem Information und Werbung eingestellt werden.

Wollen wir, dass sich keine Kunden mehr bei der VHS anmelden?
Wollen wir eine VHS, die lediglich noch ihre Pflichtaufgaben erfüllt?

Wir als GRÜNE in Kamen wollen das nicht. Wir möchten keinen so gravierenden Einschnitt in die Weiterbildungslandschaft beider Kommunen, da wir es für immens wichtig halten, dass jede/r BürgerIn die Möglichkeit haben sollte, an Angeboten im Bereich der politischen, kulturellen, sprachlichen und gesundheitlichen Bildung teilzunehmen.

Wir haben beim Lesen der Untersuchung immer mehr den Eindruck gewonnen, dass sich die GPA in keiner Weise mit den Gegebenheiten vor Ort und den Aufgaben einer VHS ernsthaft auseinandergesetzt hat. Die Vorschläge erscheinen wie hypothetische Rechenspiele, um die geforderte Summe herauszuquetschen.

Dass damit gewachsene Strukturen zerschlagen werden könnten, war anscheinend unerheblich.

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